Sonnenfinsternis gucken auf die gemütliche Art

Heute um 19:23 Uhr war der Beginn einer Sonnenfinsternis, die bis um 20:15 ihren Höhepunkt mit 89% Verdunkelung erreichen würde.Sofi gucken am Egglburger See

Schutzbrille für die Beobachtung einer SonnenfinseternisVom Aubach bis zum nächsten, guten Aussichtspunkt sind es nur 4,2 km mit dem Fahrrad. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Also sind wir mit Hund und Freunden ans Westufer des Egglburger Sees geradelt. Dort auf dem Hügel bei der kleinen Kirche St.Michael hatten sich schon gut fünfzig ortskundige Zuschauer eingefunden.

Gemütlich in kleinen Gruppen auf der Wiese lagernd, manche mit vollumfänglichem Picknick, andere mit ein paar Yoga-Übungen zum Aufwärmen, alle in freudiger Erwartung, genossen wir den lauen Sommerabend bei wolkenlosem Himmel.

Schutzbrille ist Pflicht – das weiß jeder. Unser Hund braucht sowas nicht – Tiere schauen nicht grundlos direkt in die Sonne.
auf dem Hügel bei der Filialkirche St. Michael
Das Schauspiel war beeindruckend. Für mich war dies schon die dritte Sonnenfinsternis, die ich live erleben durfte.

Der Wanderzirkus gibt ein Gastspiel

Vor etwa zwei Jahren war zuletzt ein Wanderzirkus auf dem abgemähten Weizenfeld stationiert. Jetzt ist es wieder soweit: vom 24.Juli bis zum 1.August gibt es täglich eine Vorstellung zu bestaunen. Der teuerste Platz in der „Königsloge“ kostet 30,- € für Erwachsene.

Wanderzirkus auf dem Stoppelfeld
Der Anblick des gestreiften Zeltes auf dem Stoppelfeld weckt gemischte Gefühle. Einerseits ist es wunderschön, daß im Zeitalter von Social Media, TikTok, Influencern und Video Streams so eine Jahrhunderte alte Kunstform praktisch gelebt wird. Andererseits frage ich mich, wie angenehm denn so ein Leben für die aktiven Menschen und Tiere wirklich sein kann.

Trägt sich sowas selbst ? Oder ist das einfach ein romantisches Hobby, das sich jemand nur leisten kann wenn er/sie noch irgendwo eine andere Einnahmequelle hat ?

Frieden ist nicht selbstverständlich

Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg
Ich habe schon Jahre im Dorf gewohnt und bin schon oft die Rampe zur S-Bahn hinunter und herauf gegangen. Das Mahnmahl ist mir nie bewußt geworden. Bis dann einmal ein Bericht darüber in der Monatszeitschrift erschien. Selbst dann brauchte ich eine Weile, bis ich die Installation tatsächlich sah.

Versteckt hinter dem Geländer, mitten im hohen Gras und Gestrüpp, nur eine kleine Tafel an der Mauer erklärt den Sinn. Der Blindgänger lag da über 50 Jahre rum, bevor man ihn zufällig ausgegraben hat. Ich hoffe, daß alle, die dort vorbeigehen, sich bewußt machen, wie zerbrechlich unser friedliches Leben ist.
Gedenktafel